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Zapp - Mediales vom NDR


Es ist ja eine feine Sache, so ein Medienmagazin. Leider taucht dabei immer zwangsläufig ein kleines, aber entscheidendes Problem auf: Es ist immer ein Vertreter der Medien, der ein solches abliefert und dabei über die eigene Sache berichtet. Und genau das ist das Problem beim Magazin der NDR. Auch wenn einem die Moderatorin in der Mitte der Sendung versichert „Lobhudelei in eigener Sache ist normalerweise nicht unserer Ding“, weiß man es als erprobter Zuschauer besser. Eigenlob stinkt sagt man, scheint der Redaktion beim NDR aber egal zu sein. Egal ob man die Intendantenwahl des NDR als pseudo-spektakuläres Megaevent zu verkaufen versucht und sich dabei selbst lächerlich macht oder mal eben die Nominierungen des eigenen Senders bei der Goldenen Kamera in den Raum schmeißt – bei Zapp muss man das als Zuschauer wohl ertragen. Was einen aber vielmehr ärgert ist, dass der NDR es nicht schafft, eine objektive Berichterstattung abzuliefern. Insbesondere wenn es um das Thema private Konkurrenz geht. „Scheiß Privatfernsehen“ titulierte neulich Deutschlands Giftzwerg Nummer eins, BW-Ministerpräsident Oettinger. Dessen Skandalliste ist bekanntlich lang, nun hat er noch einen Punkt mehr darauf. Herr Oettinger pickte sich nämlich sogleich auch zwei Hassobjekte heraus. Da wären zum einen Mal RTL2, ein Sender bei dem die Kritik recht verständlich ist. Und zum anderen Super-RTL, das Gemeinschaftsprojekt von Disney und RTL. Was genau Herr Oettinger an dem Sender so verwerflich fand, konnte er freilich auch auf Anfrage nicht sagen – wie auch, bei einem Sender, der den ganzen Tag Material sendet, in dem Gewalt sprichwörtlich ein Fremdwort ist. Ab und zu darf nach 22 Uhr zwar mal Columbo ran, aber da dürften die kleinen eh längst im Bett sein. Gierig griff auch Zapp das Thema auf- allerdings nicht objektiv wie man es sich gewünscht hätte, sondern sofort in Skandalstimmung. Sicherlich ist die Praxis von RTL2, im Videotext während des Kinderprogramms Sexwerbung zu zeigen nicht in Ordnung, allerdings eigentlich gar nicht das Grundthema von Oettingers Aussage. Und auch auf den anderen von Oettinger genannten Sender einzugehen, kam den Medienexperten bei NDR nicht in Sinn. Statt seinen Zuschauern also die Hintergründe über Oettingers neuerliche Verbalausgleisung zu präsentieren und einmal kritisch zu hinterfragen, lässt man den Beitrag in einen Skandalreport über die Werbekunden des RTL2-Teletextes abgleiten. Der informierte Zuschauer bleibt nach einer halben Stunde wieder einmal verärgert vor dem Fernseher sitzen, und fragt sich, weshalb es der NDR Woche für Woche für nötig hält, bei allen Themen dem Zuschauer nur eine Seite der Medaille zu präsentieren – seine.



17.1.08 13:33


RTL - Die Weisheit der Deutschen

wer hätte das gedacht? Offenbar ist das deutsche Volk schlauer als gedacht. Auch wenn sich sonst  gern Millionen von RTL verdummen lassen, ganz so dreist kann es der Marktführer aus Köln dann offenbar doch nicht treiben. So versuchte man sich gestern in Köln als eine Art 9Live für Arme. Sogar Günther Jauch musste zu diesem zweifelhaften Experiment ran. Seit Monaten groß angekündigt, dann aus Angst vor "Schlag den Raab" wenige Wochen  vorher noch schnell vom Samstag auf den Sonntag verschoben, gab es die laut RTL spektakuläre Wissenshow gestern nun endlich zu sehen. Doch was vom Sender als Quiz getarnt wurde, entpuppte sich nach wenigen Minuten als das was es war: Einen dreistern Test von RTL herauszufinden, wie viele Zuschauer bescheuert genug sind, im Minutentakt eine Abzock-Hotline anzurufen, um dem Sender ihr nutzloses Wissen mitzuteilen. Dass die Fragen freilich sinnentleerter  waren als jedes Quiz bei 9Live und co 
und selbst Günther Jauch nach der Hälfte der Sendung entnervt feststellte, dass der Sendung jegliche Spannung fehle, dürfte bei RTL niemanden stören. Was die Programmverantwortliche Anke Schäferekordt viel mehr ärgern dürfte, dass die Deutschen schlau genug waren und sich nicht am RTL-Abzockabend beteiligten, sondern lieber reihenweise zu Konkurrenz von Pro7 schalteten, um sich den Abenteuerfilm "Das Vermächtnis der Tempelritter" anzusehen, den die Münchner geschickt zum Kinostart des zweiten Teils platzierten. Nicht zuletzt dank unfreiwilliger Hilfe von RTL erreichte der Spielfilm eine Einschaltquote, die es sonst nur bei Sport-Großveranstaltungen zu bewundern gibt. Bei RTL muss man sich hingegen zu Recht mit einem Flop zurechtfinden. Macht nix, man hat ja noch das Dschungel-Camp, mit dem man geistlose Hartz-IV Empfänger dazu bringt, Möchte-GernPromis beim Kakerlakenfressen zuzusehen. wenigstens das klappt nochim Hause RTL, nachdem man letzte Woche bereits mit sämtlichen eingenprosuztierten Serien klaglos gescheitert ist und stattdessen nur noch auf US-Importware setzt. Armers Deutsches Fernsehen.
Fazit:  "Die Weisheit der Vielen" - Als Quiz angekündigt, als CallIn-Abzock-Show mit prominetem Moderator kläglich gescheitert.
21.1.08 11:46


Joshua - Das Terrorkind mit dem Klavier

Mal ausnahmsweise Kino.
Letzten Mittwoch, Sneak-Preview. So ne Sneak ist ja ne feine Sache, einen Kinofilm ungefähr 2-3 Wochen vor Start sehen und wenig Geld dafür bezahlen. Das Risiko ist klar- man kann sich den Film nicht aussuchen und muss mit einer Ente rechnen - so wei dieses Mal mit "Joshua - der Erstgeborene". Oja, der Titel lässt schon übles schwanen. Ein Horrofilm soll es sein, so die Ankündigung. Blanker Horor ist es auch wirklich, was einem hier geboten wird - alles bekommt das Genre Horrorfilm hier eine völlig neue Bedeutung:
Der junge Joshua bekommt ein Geschwisterchen und scheint wenig begeistert. Kompensieren muss er dies offenbar zunächst mit übermäßig nervtötendem Klaviergeklimper, welches dem Zuschauer die erste Stunde des Films wie zehn vorkommen lässt. Ansonsten gibt es in dieser Zeit nicht viel zu sehen, außer dass die Familie des jungen total versnobt und auch sonst nicht ganz dicht im Hirn ist. Der Wendepunkt des Films kommt wie gesagt erst nach einer unertrglich langweiligen ersten Stunde, bis Joshua völlig uninspiriert auf den Wohnzimmerboden kotzt. Von da an zeigt das Gör seine vermeintlich böse Seite und treibt Mutter ins irrenhaus, Vater in den Suff und Oma in den Tod. Leider ist das ganze derart fad und unlogisch gestaltet, dass man sich bemühen muss, nicht im Kinosessel wegzuschnarchen. Was sich als zeitgemäßes Remake von Klassikern wie "Damien" oder "Omen" auszugeben versucht, ist im Endeffekt nur eine Verschwenung von Zeit. schade, denn der Junge Joshua hätte durchaus das Zeug zu einem großen Schauspieler. Das Talent des Jungen ist so ziemlich der einzige Lichtblick in diesem armseligen Polanski-Verschnitt.

21.1.08 11:58


Stephen King's Der Nebel

Der Nebel. Wie der Horrorklassiker „The Fog“ von John Carpenter dreht sich auch in diesem Fall alles um den titelgebenden Dunst. Doch ansonsten haben die beiden Filme nichts miteinander zu tun. Während Carpenters Fog eine Art klassische Schauermär biete, ist „der Nebel“ eine Art apokalyptisches Drama. Nach einer Novelle von Stephen King filmte Regisseur Frank Darabont, der zuvor schon Kings Romane „The Green Mile“ und „Die Verurteilten“ auf die Leinwand gebracht hatte. Von den ersten beiden unterscheidet, dass Darabont sich hier erstmals an harten Horrorstoff getraut hat. Den Film kann man mögen oder verabscheuen. Ein Freund, mit dem ich den Film sah, titulierte ihn als langweiligen Schwachsinn, ein anderer fand ihn herausragend genial. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Während in Kings Vorlage die Monster im Nebel hauptsächlich angedeutet werden, und auch die Ursache für den ganzen Spuk dem Leser vorenthalten wird, so ist der Film hier deutlicher. Was im Roman einen großen Teil der Spannung und Bedrohung erzeugt, die Ungewissheit genauso im Nichts zu tappen wie die Protagonisten, kommt der Film allein durch die Bilder zuweilen etwas platt daher. Die Wesen, und das ist der Hauptknackpunkt, werden mehr als deutlich gezeigt, was wie meist im Film nicht den Erwartungen der meisten entspricht und das ganze streckenweise zu einer billigen Monsterschau verkommen lässt, auch wenn diese Monsterzweifellos nicht billig oder lächerlich dargestellt werden. Auch die Erklärungen für den ganzen Spuk erinnert vor dem apokalyptischen Ende zu lange an eine Fingerzeig-Mentalität, so dass es auch der bescheuertste Amerikaner schnallt (wobei der Regisseur mit dem Finale gottlob noch mal die Kurve kriegt). Was Darabont wiederum erschreckend perfekt gelingt, ist zu zeigen, wie schnell Menschen in Notsituationen alles aufgeben, was menschliche Zivilisation ausmacht und in tierische Verhaltensmuster zurückfallen. Über das Ende dann war selbst Meister King selbst erstaunt und ärgerte sich, dass ihm so etwas nicht eingefallen ist. Hier gelang Darabont ohne Zweifel etwas, woran man sich noch lang erinnern wird: Ob man nun den Film mag oder nicht, niemand hat bisher so rücksichtslos sämtliche Hollywood-Konventionen gebrochen und ein derartiges Ende abgeliefert, was in seiner zynischen Bitterkeit sicherlich noch lange für Gesprächsstoff sorgen wird..
23.1.08 12:57


Lost: Mysteriös - Alle Zuschauer verschwunden

Lost – Pro 7 Mystery am Montag Mysteriös geht es Montag abends bei Pro 7 zu. Mysteriös vor allem deshalb, weil die Serie seit Sendestart vor 3 Jahren knapp ¾ aller Zuschauer verloren hat. Von kanpp 4 Millionen am Anfang schauen nur noch knappe eine Million die aktuelle Staffel weiter an. Tendenz weiter sinkend. Woran liegts? An der mangelnden Qualität der Serie sicher nicht, auch nutzlos Sendungen wie das 24-stündige RTL Programm hat auch ohne jeglichen qualitativen Anspruch (viel zu viel) Erfolg. Vielmehr scheint es ein deutsches Phänomen zu sein, dass sogenannte On-Going Geschichten nicht in Deutschland funktionieren – sieht man hier mal ebenfalls von den ebenfalls qualitätslosen Soaps von RTL und ARD ab. Denn Lost ist nicht die einzige Serie, die eine fortlaufende Geschichte hat und seit dem Start fortlaufend an Publikum verliert. Das Problem ist einfach: Ist man einmal draußen, ist es nur schwer, wieder den Anschluss zu finden. Dazu kommt die wachsende Beliebtheit von Serien auf DVDs. Dank erschwinglicher Preise greifen Fans lieber zu den Silberlingen, die oft vor der TV-Ausstrahlung zu haben sind, eine zeitunabhängige Fernsehgestaltung bieten und nicht von Werbung unterbrochen werden. Und nicht zuletzt kann man darauf verzichten immer eine Woche warten zu müssen, bis es weitergeht. So ist es dann auch wenig überraschend, dass Serien wie Lost, Alias, Prison Break oder 24 im Fernsehen in die Kategorie Flop zugeordnet werden müssen, beim DVD-Verkauf aber die Beliebtheitsskala anführen.
29.1.08 13:17





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